Zahlen & Fakten: Stance

Sehr häufig wird in Verbindung mit extrem tiefer gelegten Autos von „Stance“ gesprochen. „Stance“ – dieses Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt eigentlich nicht viel mehr als „Haltung“. Im urbanen, englischsprachigen Slang, erhält es im Zusammenhang mit Tuning und Tieferlegung aber gleich eine etwas andere Bedeutung. Man bezeichnet damit ein Fahrzeug, bei dem die Reifen durch Tieferlegung, Verstellung des Sturzes und weiterer Maßnahmen so weit in den Radkasten ragen, dass diese den selbigen fast berühren oder nahezu komplett von innen ausfüllen. Das Fahrzeug ist praktisch so tief als nur möglich gelegt. Damit das ganze überhaupt funktioniert, werden häufig Reifen auf Felgen gefahren, für diese sie eigentlich zu schmal sind, sprich die Felgen stehen über den Reifen hinaus. Zusätzlich wird häufig mit einem extrem negativen Sturz gefahren, was dazu führt, dass die Reifen häufig im Außenbereich noch wie neu aussehen , auf der schmalen inneren Lauffläche aber eher an Slicks erinnern. Wird bei dieser Tuning-Maßnahme übertrieben, verlieren diese Fahrzeuge jegliche Manövrierfähigkeit. Lenken oder gar der Einsatz auf normalen Straßen ist kaum möglich, da sonst bei jeder noch so leichten Kurvenfahrt die Reifen, die Kotflügel oder die Stoßstangen beschädigt werden oder gleich komplett abreißen. Alle Motorteile in tieferen Gefilden (Ölwanne, Getriebe, Öl-Kühler etc.) dürften ebenfalls sehr schnell in Mitleidenschaft gezogen werden. Um die Fahrzeuge überhaupt halbwegs fahrbar zu halten, werden sehr oft in Verbindung mit den anderen Tuningmaßnahmen höhenregulierbare Luft-Fahrwerke verbaut. Auf der Straße geht es dann in luftiger Höhe vorwärts und auf dem Festivalgelände oder dem Strip wird das Fahrzeug wieder in Bodennähe gebracht. Fazit: Sieht geil aus, ist aber nicht unbedingt für den täglichen Einsatz gedacht ;-)

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Zahlen & Fakten: Cui. & Gallon / Hubraum und Tankinhalt

cui. / Hubraum: Der Hubraum wird in den USA immer in „Cubic Inches“ angegeben und die Abkürzung „cui.“, „c.i.d.“ oder „ci.“ sind dort sehr geläufig. Bei dem „Cubic Inch Displacement“ handelt es sich um ein amerikanisches Volumenmaß, welches wie folgt ins metrische System umgerechnet werden kann: Beispiel: 1 cui = 16,387 ccm 289 cui x 16,387 = 4735,84 ccm = 4,7 Liter 350 cui x 16,387 = 5735,45 ccm = 5,7 Liter   Gallon / Tankinhalt: Das Fassungsvermögen eines Fahrzeugtanks, das Fassungsvermögen eines Motors oder die getankte Menge an einer Tankstelle wird in den Staaten immer in Gallon (Gallonen) angegeben, wobei es sich auch dabei um ein amerikanisches Raummaß handelt, welches nicht mit der englischen „Imperial Gallon“ verwechselt werden darf, da diese für eine wesentlich größere Menge steht. Die Umrechnung ist auch hier nicht wirklich schwierig, da eine US-Gallone genau 3,7854 Litern entspricht. 1 US-Gallone = 3,7854 Liter.

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Zahlen & Fakten: Tri Chevy / Tri Chevy Ära

Mit Tri-Chevy-Ära bezeichnet man die klassischen Chevrolets aus den Baujahren 1955, 1956 & 1957. Die Firma Chevrolet hätte damals fast den Anschluß an den restlichen Markt verloren, denn viele der Mitbewerber hatten schon V8-Motoren im Angebot und dies äußert erfolgreich. Der Trend zum V8 war in diesen Jahren unaufhaltbar. Die neuen Achtzylinder, welche die Firma Chevrolet im Spätherbst 1954 eingeführt hatte, wurde auf Anhieb zu Erfolg und erfreuten sich fortan größter Beliebtheit. Immerhin hatte die Firma Chevrolet zuletzt im Jahr 1918 einen V8 im Angebot. Als schönes Beispiel für einen typischen, amerikanischen Familienwagen soll hier der Chevrolet Bel Air dienen, der sich in den drei Jahren 55, 56 und 57 mit fantastischen Verkaufszahlen am Markt behaupten konnte. Noch heute ist der Bel Air das amerikanische Familienauto der 50er Jahre.

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Zahlen & Fakten: Gator Top

Der Begriff Gator ist die Kurzform von Alligator und bezeichnet einen ganz bestimmten Typ Vinyldach, welches eine ganz charakteristische Färbung und Maserung aufweist. Die Grundfarbe ist zumeist Braun mit einem leichtem Stich ins Grüne hinein. Die Vinyldächer mit dem markanten, braunen Alligator-Muster waren vom Sommer 1969 bis fast zum Ende des selben Jahres als Custom-Option nur für die sogenannten Plymouth und Dodge C-Bodys erhältlich. Diese Option stand aber nur begrenzt zur Verfügung und konnte keinesfalls in jedem Shop und in jedem Land/Bundesstaat geordert werden. Sie war sogar so selten, dass sie in fast keiner Zubehörliste aufgeführt war. Dementsprechend selten sind heute auch Fahrzeuge mit diesem Feature, wobei auch hier der Zubehör-Markt mittlerweile für entsprechende Alternativen gesorgt hat. Das heißt, dass heutzutage jeder seinen Dodge Polara oder Plymouth Barracuda mit einem Gator Top nachrüsten kann, auch wenn dies beileibe keine kostengünstige Angelegenheit ist. Im Jahr 1970 wurden die Gator Tops übrigens als fest etablierte Option in die Kataloge aufgenommen und standen fortan auch für viele Plymouth und Dodge B/E-Bodys zur Verfügung. Fahrzeuge aus diesem Jahr und den darauf folgenden sind also schon viel eher mit einem serienmäßigen Gator Top anzutreffen. © der Aufnahme liegt bei der Chrysler Group LLC. All Rights Reserved.

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Zahlen & Fakten: Karosserieformen bei US-Fahrzeugen

Coach – Zweitüriges Fahrzeug mit mehr als einer Sitzreihe. Bezeichnung eher selten bzw. unüblich. Convertible – Entspricht dem europäischen vier- oder zweisitzigen Cabriolet. Coupé – Zweitüriger Zwei- oder Viersitzer, dann jedoch häufig als 2+2 bezeichnet. Häufig schon sehr sportliche Grundausstattung. Teilweise auf Basis einer Limousine des gleichen Herstellers. Üblich dafür ist auch die Bezeichnung oder der Zusatz GT, was wiederum für Gran Turisme/Gran Turismo steht. Fastback – Fließheck bzw. Schrägheck bei Limousinen oder Coupes. Four Door Hard Top Sedan – Viertürer ohne Mittelsäule (B-Säule) zwischen den Seitenfenstern. Full-Size – Hiermit werden häufig große, viertürige Limousinen bezeichnet. Mid-Size – Mittelgroße Fahrzeugklasse. Notchback – Bezeichnet die Karosserieform mit Kurzstufenheck. Häufig ist hier sogar noch die Heckscheibe in die Heckklappe integriert. Pickup – Lieferwagen die eine offene Ladefläche besitzen, wobei hierunter auch so Fahrzeuge wie der Ford Ranchero oder der Chevrolet El Camino fallen, die ja eigentlich im weitesten Sinne PKW mit Ladefläche sind. Quadcab – Eine Bezeichnung, die sich nur bei den Pickups der Marke Dodge findet. Es handelt sich dabei um Pickups mit Doppelkabine, 4 Sitzplätzen und 2 oder 4 Türen. Roadster – Ähnlich wie das zweisitzige Cabriolet, aber mit ungefüttertem Verdeck und die Seitenscheiben sind meist nur gesteckt und teilweise zusätzlich aus Kunststoff/Plexiglas. Bei einigen wenigen Fahrzeugen lässt sich sogar die Frontscheibe umklappen (oder fehlt gleich komplett). Sedan – Bezeichnet eine Limousine mit 2 oder 4 Türen, einem festen Dach, meist zwei Sitzreihen und einem deutlich abgesetzten Kofferraum. Wird häufig in Verbindung mit anderen Begriffen verwendet (z.B. Two Door Hard Top Sedan). Station Wagon – (häufig auch nur Wagon) Entspricht von der Karosserieform her dem europäischen Kombi. Town-Car – So bezeichnet man Coupé-Limousinen. Two Door Hard Top Sedan – (auch: Sport Sedan) Zweitürer ohne Mittelsäule (B-Säule) zwischen den Seitenfenstern. Van – Lieferwagen, Kastenwagen, seltener wird der Begriff auch für Großraumlimousinen verwendet. Woody – Fahrzeuge oder Kombis mit Aufbauten aus Holz. Es gibt auch Varianten mit Dekorfolie in Holzoptik oder einzelnen Anbauteilen aus Holz.

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Zahlen & Fakten: Eisernes Kreuz

Wird häufig auch als Malteser Kreuz, Iron Cross oder Ritterkreuz bezeichnet. Eisernes Kreuz – Das Eiserne Kreuz – welches häufig auch fälschlicherweise Malteser-Kreuz genannt wird – ist eines der Symbole in der Cars & Bikes-Szene und vermutlich auch jenes, was am meisten polarisiert. Entstanden ist das Eiserne Kreuz um 1813 als Auszeichnung in den napoleonischen Freiheitskriegen, wo es dann auch zuerst gestiftet worden ist. In Form und Aussehen lehnte sich dieser Orden bewusst an das Aussehen des Kreuzes des Deutschen Ordens an. Ein schwarzes Kreuz mit sich verbreiternden Balkenenden, wie es schon die Ritter des Deutschen Ordens im 14. Jahrhundert auf Ihren weißen Mänteln und Kutten getragen haben. Bei dem Eisernen Kreuz als Militärorden wurde bewußt auf die Verwendung von wertvollen Materialien und aufwendigen Verzierungen verzichtet. so bestand der Orden nur aus einfachem, schwarzem Metall und einer silbernen Zarge, symbolisch für Pflichterfüllung und Zurückhaltung im Soldatenleben. Im ersten Weltkrieg diente es dem Kaiserlichen Heer als Hoheitsabzeichen und sogar die Bundeswehr verwendet es bis zum heutigen Tage als Symbol. Die Wurzeln dafür finden sich vermutlich in der Bikerszene der USA, die sich ja nur zu gerne mit Nazi-Symbolen jeglicher Art schmückt. Wehrmachtshelme, SS-Runen, Hakenkreuze und halt das Ritterkreuz stellen dort ausgesprochen beliebte Symbole und Motive dar. Einige verfolgen beim Eisernen Kreuz als Szene-Symbol einen anderen Erklärungsansatz, welcher untrennbar mit der Firma Schneider Racing Cams verbunden ist. Diese Firma hat schon in den 40er und 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Hot Rods mit Camshafts (Nockenwellen) ausgestattet und diese Fahrzeuge trugen halt auch immer das Schneider-Logo. Das Logo der Firma Schneider ist bis heute ein Malteserkreuz mit einem mittigen Schriftzug der Firma. Zumindest ist das Symbol seit dieser Zeit ein immer wieder in der Kustom- und Hot Rod-Szene auftauchendes Motiv und mittlerweile dort auch fest etabliert. Sei es nun als Logo, als Form für Blinker, Spiegel und Lampen oder auch als Tätowierung.

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Zahlen & Fakten: Motive und ihre Bedeutung

Gerade im Bereich der US-Cars, Bikes und der Rockabilly-Szene begegnen einem immer wieder die gleichen Motive und Symbole. Einen Teil davon werde ich versuchen zu erklären bzw. zu interpretieren. Aces of Spade – „Aces of Spades“ ist das englische Wort für die Spielkarte Pik-Ass und symbolisiert Glück oder das man immer noch ein Ass im Ärmel hat. Brennendes Herz – Steht für Warmherzigkeit, Reinheit, Neubeginn. Devil / Teufel – Steht für die Verführung, die Sünde, das Böse. Wird häufig auch als neckische Ergänzung zu anderen Symbolen verwendet. Eight Ball / Schwarze Acht – Bedeutet eigentlich nichts anderes, als dass das ganze Leben ein Spiel ist. Einer der Klassiker bei den Motiven. Jolly Roger -Ehemals das Symbol für alle Piraten der 7 Weltmeere, heute soll es nur noch ein wenig Rebellion ausdrücken und Spaß am Motiv. Madonna – Die Mutter Gottes, die Unschuld bzw. Mütterlichkeit symbolisiert. Rose(n) – standen früher für ein Leben voller Dornen. Wird heute eher mit Liebe interpretiert. Spielkarten – stehen häufig für Glück. Teufel-Gesicht – das rote Teufelsgesicht mit den zwei Hörnern, den spitzen Ohren, einem spitzem Bart und einer Zigarre oder einem Zylinder ist ein Symbol der Zugehörigkeit zur Rockabilly-Szene. Würfel – Im Allgemeinen ist die Bedeutung der Würfel Glück. Eine Sonderstellung nehmen die Würfel am Innenspiegel ein, so wie man sie häufig in Hot Rods, Kustom Cars und US Cars im Allgemeinen sieht. Wer diese am Spiegel hängen hat, geht keinem Rennen aus dem Weg und gilt als „Gambler/Spieler“. In den Staaten sind diese Kurzstreckenrennen auch unter der Bezeichnung „Quartermile“ bekannt. Weitere Bezeichnungen sind Ampelspurt, Ampelrennen oder einfach Duell, weil diese häufig auch an der roten Ampel stattfinden.

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Zahlen & Fakten: Auto Union

Am 29. Juni 1932 wurde rückwirkend zum 1. November 1931 der Automobilkonzern „Auto Union AG“ gegründet. Es handelte sich dabei um einen Zusammenschluss aus den vier Unternehmen Horch, DKW, Wanderer und Audi. Seine Wurzeln hatte die Auto Union in Zschopau, aber schon 1936 wurde der Unternehmenssitz in die Chemnitzer Presto-Werke verlegt. Charakteristisch waren schon in den Gründertagen die vier verschlungenen Ringe, welche den Zusammenschluss der vier Unternehmen symbolisieren sollten, aus der die Auto Union hervorgegangen war. Trotz des Zusammenschlusses blieben die Marken aber eigenständig und es wurde kein Fahrzeug mit der Bezeichnung Auto Union produziert. Erst 1958 gab es mit dem Auto Union 1000 ein Fahrzeug mit der Firmenbezeichnung Auto Union. Immer schon im Rennsport tätig, trugen die Grand-Prix-Rennwagen, welche zwischen 1934 und 1939 entwickelt wurden, die Ringe der Auto Union. Das Ende der Auto Union begann mit der Besetzung Zwickaus durch die US-Armee im Frühling des Jahres 1945. Letztendlich wurde am 17.08.1948 die Firma Auto Union aus dem Handelsregister gelöscht und somit gingen auch die Verwertungsrechte für die Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer verloren. In den Jahren danach gingen die Markenrechte, Logos und Patente durch viele Hände. Unter anderem waren die Überreste der Auto Union zeitweise im Besitz der Daimler-Benz AG, aus dem diese 1969 in den Besitz der Volkswagen AG übergingen. Die VW AG – die damals auch noch Fahrzeuge unter dem Markennamen DKW produziert hatte – beschloss im Jahr 1968 erste Fahrzeuge unter dem Namen Audi auf den Markt zu bringen, da der Name DKW scheinbar untrennbar mit dem Zweitakt-Motor verbunden war, man aber jetzt neue Fahrzeuge mit Viertakt-Motoren am Markt etablieren wollte. Letztendlich fusionierte im Jahre 1969 die Auto Union GmbH mit den NSU Motorenwerke AG, woraus die Audi NSU Auto Union AG entstand. Diese wurde 1985 in Audi AG umbenannt, was quasi die Geburtsstunde der aktuellen Audi-Fahrzeuge darstellt, so wie wir sie heute kennen.

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Zahlen & Fakten: Pinstriping / Pinstripes

Beim Pinstriping – was soviel wie Nadelstreifen bzw. Linierung bedeutet – handelt es sich eigentlich um eine Tradition aus dem Kutschenbau. Schon dort wurde mit einem sogenannten Schwertschlepper-Pinseln freihändig Linien auf die Karosse gemalt, um damit die Karosserieformen zu akzentuieren oder zu betonen. Heute werden bei Hot Rods und anderen US-Cars auch Scallops (nach hinten strebende Lackierungen, die auch im Stand den Eindruck erwecken sollen, dass das Fahrzeug fährt) und Flammen damit umrandet, wobei auch hier immer noch die eher abstrakten Linienführung zu beobachten ist. Überhaupt gehören Pinstripes nach den Scallops und Flammen zu den typischsten Lackierarbeiten an US-Cars & Bikes. Seine Ursprünge hat diese, in den USA auch als Lowbrow-Art bezeichnete Kunstform, in der um 1940 entstandenen Hot Rod- und Custom-Szene der Vereinigten Staaten. Das Pinstriping als solches erfordert ein großes Maß an handwerklichem Geschick und kreativen Ideen, sofern der Künstler nicht nur Trivialmotive „painten“ möchte.

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